Mittwoch, 17. November 2010

Ein Tag in Big Ada

Jeden Morgen, wenn wir gegen 8 Uhr gemeinsam frühstücken, sind die Kinder des Hauses schon längst in der Schule. Sie essen ihr Frühstück in der Schule und trommeln und singen anschließend gemeinsam. Die lebendigen Rhythmen dringen ab 07:00 Uhr aus einiger Entfernung gleichzeitig mit dem Summen unseres Weckers in unser Ohr.

Dienstag, 2. November 2010

Traditionelle Religion...

... spielt in der ghanaischen Kultur trotz der eifrigen Missionierung der Europäer nach wie vor eine sehr große Rolle. In nahezu jedem Dorf gibt es einen oder mehrere Schreine und der Glaube an die verschiedenen Götter ist weiterhin präsent. Sobald jemandem etwas zustößt, was er sich nicht erklären kann, wird eine höhere Gewalt verantwortlich gemacht. Und bei Bedarf wird die lokale Heilerin kontaktiert.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Fufu, Banku und Tobee

Unsere Kurzstudie belegt, dass es in der ghanaischen Küche fünf Hauptbestandteile gibt, die immer wieder beliebig kombiniert werden: Mais, Reis, Kassava, Kochbanane und Bohnen. Was irgendwie einseitig klingt ist doch erstaunlich vielseitig. Und auch nach 12 Wochen entdecken wir immer noch neue kulinarische Genüsse in unserem Dorf. 

Fufu und Banku

Fufu stampfen
Unbestrittenes Nationalgericht Ghanas ist Fufu, bestehend aus Kassava (einer Wurzel so ähnlich wie Yams) und Kochbanane, der sehr lange mit einem Holzpflock gestampft und danach zum Kloß geformt wird. Dieser Kloß wird in einer Suppe zusammen mit Fisch, Ziegenfleisch oder Hühnchen serviert. Das Ganze wird mit der Hand gegessen, wobei man mit der rechten Hand (die linke wird nämlich auch heute zum Teil noch für andere Dinge verwendet!) ein Stück von dem zähen Kloß abzupft, ihn in die Suppe taucht und dann in den Mund steckt.


Donnerstag, 30. September 2010

Togo

Warum man mit einem Visum, ausgestellt für ein halbes Jahr, bei Einreise nach Ghana einen Stempel mit nur 60 Tagen Aufenthalt bekommt werden wir wohl nie verstehen. Die Auswirkungen dieses Stempels sind allerdings klar: Wir müssen entweder alle zwei Monate unser Visum in Accra verlängern lassen oder zwischendurch nach Togo ausreisen.

Mittwoch, 15. September 2010

Affenbande und Wasserkraft

Es ist Freitag. Dieser schöne Tag am Ende der Woche, an dem es wieder Zeit wird, Pläne fürs Wochenende zu schmieden. Wir haben uns die Shai-Hills ca. zwei Stunden von hier rausgesucht - um die Affen zu besuchen, die wir vor einigen Wochen schon im Vorbeifahren an der Straße faulenzen gesehen haben.

Samstag, 11. September 2010

Tourismusprojekt

„Tourismus ist wie Feuer: man kann seine Suppe damit kochen. Man kann aber auch sein Haus damit abbrennen.“

Immer mehr Menschen reisen nach Ghana, sowohl regional als auch interkontinental. Und das Land entdeckt, dass damit viel Geld gemacht und Arbeitsplätze geschaffen werden können. Daher schießen überall neue Hotels und Tourismusangebote aus dem Boden und nach und nach wird so das Land touristisch erschlossen. Nur dass dabei auch das Haus abgebrannt werden könnte, das scheint bislang noch keiner zu realisieren.

Freitag, 20. August 2010

Von A nach B


Die Fortbewegung hier läuft über Tro-Tros (Minibusse), die im Prinzip omnipräsent sind. Möchte man mitgenommen werden, schreit man dem permanent aus dem Fenster lehnenden "Schaffner" des gerade vorbeiknatternden Tro-Tro-Kleinbusses entgegen, wohin man gerne möchte. Dieser entgegnet meist mit Zustimmung oder selten mit Verneinung und man wird zusammen mit den schon im Tro-Tro sitzenden Fahrgästen zum Zielort befördert.